Ich
genieße es, jederzeit vor die Tür treten zu können, barfuß durch
den Garten zu schlendern, hier und da etwas zupfen, an den Rosen
schnuppern – einfach abschalten. Zeit für mich und meine Gedanken
oder noch besser, ganz ohne Gedanken.
Wir
sind vor einigen Jahren in unser Haus gezogen, anfangs nur, weil es
keine Wohnungen nach unseren Wünschen gab. Inzwischen möchte ich
meinen Garten nicht mehr hergeben. Er ist nicht groß, die
Stadtrandlage fordert halt ihren Preis, aber es hat alles Platz, was
ich brauche. Eine große Terrasse zum Sitzen und Feiern, ein
Schattenplatz für die heißen Sommertage, eine Wiese zum Spielen für
die Kinder, Obst zum Naschen, Blumen für Auge und Nase. Sandkasten
und Spielhaus für die Kinder sind schon Geschichte, an deren Stelle
wandert im nächsten Jahr der Pool.
Wenn
ich zurückblicke hat der Spruch „ein Garten ist niemals fertig“
eindeutig seine Berechtigung. Learning by doing war hier die Devise.
Der Rollrasen wurde eigenhändig verlegt und war eindeutig die
richtige Entscheidung. Wir mussten einiges ausprobieren, bis der Hang
am Haus so bepflanzt war, dass es passt (Ich sage nur Rasenmähen am
Hang und abrutschender Rindenmulch.) Für mein neues Staudenbeet
habe ich lange Literatur gewälzt und geplant, jetzt steht fest: ich
bin kein Staudentyp, also wird die Bepflanzung angepasst.
Viele
Ideen sind noch da, einige Projekte sind bereits begonnen und warten
noch auf ihre Vollendung.